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...:::: MIT DEM SCHIFF NACH AFRIKA ::::...

Von Aphrodites Felsen in Zypern zu den Pyramiden in Ägypten

Die Insel Zypern mit ihrem azurblauen Meer, wo - wie es so schön heißt - die Götter Urlaub machen, ist ein ideales "Sprungbrett vom Okzident zum Orient": Louis Cruise Lines bieten eine zweitägige Kreuzfahrt nach Ägypten oder Israel an. Badehose oder Badeanzug des Zypern-Urlaubers bleiben einmal zwei Tage lang trocken und der gemietete Liegestuhl am Strand leer: In Limassol wartet auf ihn das Louis-Kreuzfahrtschiff "Princess Victoria", das ihn gemütlich hinüberschippert nach Afrika, nach Port Said in Ägypten.

Eingecheckt wird zu Mittag, nachmittag zieht ein Schlepper den weißen Riesen aus dem Hafen hinaus. Und bald sind von der Reeling aus nur noch Himmel und Meer zu sehen. Fad wird es keinem an Bord: Kinder planschen im Swimmingpool, Sonnenanbeter werden auf dem Oberdeck mit Drinks verwöhnt, Spieler versuchen ihr Glück beim Bingo oder im Casino bei einarmigen Banditen, beim Roulette oder Blackjack. Und nach dem üblicherweise reichhaltigen Abendessen gibt es Disco, Live-Musik und eine Show.

So ein Kurzausflug vom Okzident zum Orient hat seinen ganz besonderen Reiz. Gerade noch im sehr europäischen Urlaubsort auf Zypern, gehst du nach einer nächtlichen Fahrt mit der "Victoria" nächsten Morgen in Afrika, in Port Said an Land.


Die Zeit verfliegt im Nu

Busse bringen die Kreuzfahrer in die Hauptstadt Kairo, wo ihnen im Ägyptischen Museum die Zeit vor lauter Staunen über die jahrtausend-alten Kulturschätze viel zu kurz wird. Dann geht es aus der Stadt hinaus zu den Pyramiden. "So groß hab' ich sie mir nicht vorgestellt", sagt einer, der noch nie dort war. Die paar Stunden bis zur Rückkehr nach Port Said zum Schiff verfliegen im Nu. Und am nächsten Morgen legt die "Princess Victoria" wieder in Limassol an.

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Da biegen sich die Tische

Zypern ist beühmt wegen der Sonne, wegen seiner Strände und dem azurblauen Meer, seiner Kultur und seinen freundlichen Menschen. Auch ein Essen in einer Taverne sollte man sich einmal gönnen, die berühmte Mezé: Da werden bis zu dreißig (!) verschiedene Gerichte auf den Tisch gestellt: unter anderem Salat und Tzatziki, Fleischbällchen, gegrilltes und gebratenes Lamm-, Schweine- und Rindfleisch, Dolmades, Keftedes, gefüllte Zucchini, Loukanika, Kalamari, Krabben, Souvlaki, Oliven, Scheftelies, Früchte und Süßigkeiten. Dazu trinkt man das zypriotische Keo-Bier und einheimischen Wein.

Mit Mietautos läßt sich bequem das Landesinnere erforschen. Und auch hier begegnet einem immer wieder die 9000 Jahre alte Geschichte und Kultur dieser schönen Insel im Mittelmeer.

Auf der Fahrt durch das 80 Kilometer lange Troodos-Gebirge besucht man alte, berühmte Klöster und kleine Dörfer mit malerischen Gäßchen und Plätzen. Der Duft von vielerlei Blüten liegt in der Luft. Fleißige Frauen werken an ihren berühmten Handarbeiten, die sie zum Kauf anbieten. Auch die typischen zypriotischen Süßigkeiten oder Thymian- und Orangenhonig werden überall offeriert.

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Hurra, es regnet!

Und wer Glück hat, erlebt ein besonderes und äußerst seltenes Ereignis, das die Zyprioten mit großer Freude registrieren: Nach monatelanger Trockenheit beginnt es plötzlich heftig und mehrere Stunden lang zu schütten. Die Freude ist deshalb so groß, weil Trinkwasser auf Zypern rar ist. Gut, daß die trockenen Felder - sonst künstlich bewässert - wieder einmal tüchtig gegossen und die Wasser-Reservoire wieder aufgefüllt werden.

Der Ausflug führt auch in die von einer alten venezianischen Mauer umgebene Hauptstadt Nikosia mit ihren schönen Einkaufsstraßen und Tavernen. Ein Spaziergang durch Lefkosia, wie die Zyprioten ihre Hauptstadt nennen, endet bei der "grünen Linie", die wie ein Messerschnitt quer durch die Insel geht und die Stadt zwischen den griechischen und türkischen Zyprioten seit 1974 trennt und bis heute (2010) so geblieben ist. Die Türken sind stur und die Zyprioten stolz.


Neue Autos aus dem Jahr 1974

Das Zerschneiden in einen türkischen und einen griechischen Teil wurde von den Türken damals so hektisch durchgeführt, daß es zu seltsamen Zuständen führte: Das Haus eines Autohändlers, der seine neuen Wagen in der Garage im untersten Geschoß geparkt hatte, mußte miterleben, wie sein Haus plötzlich fast zur Gänze im türkischen Teil lag. Er hatte keinen Zugang mehr zu seinen Neuwagen. Diese parken immer noch unten in der Garage und werden - sobald die Trennung einmal aufgehoben wird - zu ganz besonderen und bestaunten Exemplaren: neue Autos aus dem Jahr 1974!Frauen an Zyperns Checkpoint

Schwarzgekleidete Frauen machen seit Jahrzehnten beim Checkpoint die Touristen darauf aufmerksam, daß sie seit der Teilung vergeblich darauf hoffen, von den Türken endlich Nachricht über ihre verschleppten und verschollenen Männer, Väter, Söhne und Brüder zu erhalten. Sie würden am liebsten verhindern, daß die Touristen einen Ausflug in den türkischen Teil der Insel machen. Denn Ausländer dürfen ja hinüber - im Gegensatz zu den Zyprioten.

Hinüber und herüber dürfen auch die Türken.



Flagge Zyperns
Zyperns Flagge


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