Titel



...:::: EIN SPRUNG ZU DEN »ECHTEN FRANZOSEN« ::::...

In Südfrankreich schlürfe ich Champagner und Austern


Am letzten Zipfel Frankreichs am Mittelmeer, an der Grenze zu Spanien, sagen die Bewohner von sich selbst, sie seien die »echten« Franzosen, obwohl sie sich - wie ihre unmittelbaren spanischen Nachbarn - stolz Katalanen nennen. Denn die Hauptstadt Paris ist weit weg, hier am Rand der Pyrenäen herrschen andere Sitten und beinahe auch andere Gesetze. Lange mußten Urlauber das spanische Gerona anfliegen, um Südfrankreich dann per Bus zu erreichen. Endlich hat Perpignan einen Flughafen.

Wir flogen als erste Reisende direkt nach Perpignan. Bis dahin gab es dort keinen internationalen Flughafen. Wir wurden in dem kleinen und noch im Umbau befindlichen Flughafengebäude der südfranzösischen Stadt Perpignan von den Tourismusmanagern der Region Languedoc-Roussillon feierlich empfangen und - wie könnte es anders sein - mit Champagner bewirtet.

Perpignan an der Cote Vermeille ist nicht nur Ausgangspunkt für einen Bade- oder Wassersporturlaub an dem 214 Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen der Camargue und der spanischen Grenze, wo sich die adretten Badeorte für sauberes Meer und ihre sauberen Strände rühmen dürfen. Von Perpignan aus läßt sich auch das Hinterland zwischen den Pyrenäen und dem Rhonetal erobern. Und das kleine Fürstentum Andorra ist nur etwa hundert Kilometer entfernt.

 top


Gastfreundliche Bewohner und saubere Orte

An der Cote Vermeille pulsiert das Leben ruhiger als an der hektischen, berühmteren Cote d'Azur. Die Bewohner erscheinen gastfreundlicher als ihre Landsleute im Norden, ganz unfranzösisch mutet auch die Sauberkeit in den Orten an. Für Ruhe sorgen Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Zonen.

Diese Region Languedoc-Roussillon war ursprünglich eher ein Durchgangsland auf dem Weg nach Spanien oder Italien. Hier hat man glücklicherweise erst viel später als in den Touristenmetropolen im Nordosten den Fremdenverkehr entdeckt und daher gleich auf das Ruhebedürfnis der Urlauber Rücksicht genommen.


Kunst, Kultur und mediterrane Küche

Die Badeorte an der Cote Vermeille, Argeles sur Mer, Canet Plage, Port Barcares, Saint Cyprien und vor allem das liebliche Collioure haben noch viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt.

Collioure mit seinem alten Fischerhafen, seiner Kirche und dem königlichen Schloß hat aber schon vor den ersten Touristen vor allem viele Künstler angezogen. Die Farben und Düfte der Landschaft hier sind unvergleichlich. Die schönste Zeit, um hier Urlaub zu machen, ist vor allem der September.

 top


Collioure in Südfrankreich
Der Wind weht mir eine Mähne im entzückenden Hafenstädtchen am Mittelmeer: Collioure

Im »Templiers« trafen einander so berühmte Künstler wie Pablo Picasso, Henri Matisse, Salvador Dali und viele andere Maler und Bildhauer. Sie wurden von den Wirtsleuten mit dem Besten aus Küche und Keller versorgt, mit Fischen, Muscheln und Austern und mit den köstlichen Weinen aus der Region. Die Künstler statteten ihren Dank statt mit Geld, das ihnen ja meistens fehlte, immer wieder mit einem Bild oder mit einem Kunstwerk ab.

Joseph Pous in seinem Templiers in Collioure

 Joseph »Jo« Pous in seinem »Templiers« in Collioure

Schild des Hotels

Deshalb ist heute dieses kleine Hotel-Restaurant in Collioure über und über mit den kostbarsten Gemälden behangen: Unten im Gastzimmer, im Treppenhaus, in den Fluren der zwei Stockwerke und in jedem Zimmer bis unters Dach sollen es insgesamt 2500 sein. Aber genau hat sie noch keiner gezählt. Sogar der Vorraum der Toiletten hat ein Maler mit seinen Kunstwerken verziert. Du traust dich kaum die Hände zu waschen, weil du fürchten mußt, vielleicht Wasserspritzer zu hinterlassen und die Gemälde zu beschädigen.

René Pous, der Vater des heutigen Besitzers in der vierten Generation, hatte alle Künstler gut gekannt und ist auch von vielen porträtiert worden.

Überaus köstlich ist nicht nur der Augenschmaus, sondern auch das Essen und Trinken im »Templiers«, wo wir zu Mittag am Banyuls nippen und dazu Roquefort essen, bevor wir uns einem himmlischen mediterranen Menü zuwenden.



Im Templiers

Im Templiers

 top


Mit Hausboot und Auto durch die Landschaft


Mit den blauen Hausbooten der »Blue Line« läßt sich geruhsam über den Canal du Rhone, Petit Rhone und den Canal d'Arles die Camargue entdecken. Oder abseits vom Lärm und Autoverkehr, durch Schleusen, vorbei an Dörfern und Feldern auf dem Canal du Midi oder Canal Lateral (Garonne) in den Westen fast bis Bordeaux tuckern. Die Boote für zwei bis zehn Personen haben allen Komfort und sind ideal für eine Familie oder mehrere Freunde.

Per Auto oder Bus lockt das Landesinnere mit seinen mittelalterlichen Städten, wie Villefranche, oder Dörfern mit romanischen Kirchen und Klöstern.

So ist das kleine Dorf Saint-Guilhem-le-Desert am Fuße der Ruinen des Geant-Schlosses zum »Wallfahrtsort« für Liebhaber romanischer Kunst geworden. Die Gassen hinauf zum Kloster säumen heute noch romanische Häuser mit Doppelsäulenfenstern.

Komm an Bord
(click das Bildchen an)
Hausboot


Flagge Frankreichs
Frankreichs Flagge



 top



back homeNewsSitemapMond Award


dotti Mondfrau dotti Impressum dotti Kontakt dotti

MONDFRAU 2006 -