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...:::: MIT DEM SNOWMOBIL ZUM WEIHNACHTSMANN ::::...

Wintervergnügen im finnischen Lappland

Das ist einmal etwas anderes: Winterurlaub in einer schönen, weiten Schneelandschaft, in der einem höchstens eine Herde Rentiere, ein einsamer Fischer vor einem Eisloch, ein Motorschlitten oder ein Hundegespann begegnet. Ein Winterurlaub für Leute, die einmal dem Rummel auf heimischen Pisten und Loipen entkommen wollen. Der Polarkreis im finnischen Lappland ist auch im Winter viel einladender, als manche glauben, und mit dem Flugzeug bist du schnell dort.
Erstaunliches und Abenteuerliches erlebt der Reisende, nachdem er von Helsinki kommend mit der "Santa Claus Airline" der Finnair auf dem arktischen Flughafen in Rovaniemi im Norden Finnlands gelandet ist. Was jetzt, Ende Jänner, Santa Claus noch in unserer Geschichte verloren hat, davon später.

Schnee gibt es hier bis Ende April in Hülle und Fülle zum Langlaufen, Skifahren und für stundenlange Ausflüge mit Motorschlitten.

Nur die Sonne kann der Polarkreis-Besucher im Moment noch vergessen, denn die hält in Lappland derzeit ihren Winterschlaf und sorgt nur kurz für mattes Tageslicht auf Sparflamme. Aber schon im März, April bleibt es bis in die Nacht hinein hell, im Mai, Juni und Juli macht die Sonne gar die Nacht zum Tage, geht 24 Stunden lang nie ganz unter.

In Rovaniemi, der Provinzhauptstadt Lapplands am Zusammenfluß der großen lappischen Ströme Kemijoki und Ounasjoki, brennen als Willkommensgruß da und dort in großen Blechdosen arktische Feuer vor Hauseingängen. Noch andere Lichter ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Die unübersehbare Brücke Jätkänkynttiöä ist von einer ewigen Flamme hell erleuchtet. Beleuchtet ist auch der mitten in der Stadt liegende "Fjäll", der Hausberg Ounasvaara mit seiner Sprungschanze, seinen Slalomhängen und langen Loipen, wo die sportlichen Leute auch im Scheinwerferlicht ihrem Wintervergnügen frönen können.

Ganz seltsam mutet ein beleuchtetes riesiges Glasgebilde an, das tief unter die Erde reicht. Es ist das in einen Flußhang des Ounasjoki eingebettete Arktikum, ein Wissenschaftszentrum und eindrucksvolles Lappen-Museum. Ein Besuch im Arktikum ist ein beschauliches Abenteuer für alle, auch für Kinder, die das harte Leben und die Überlebenskunst der Menschen im hohen Norden von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart interessiert.

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Flammendes Farbenspiel am klaren Polarhimmel

Wenn es - wie jetzt - am frühen Nachmittag stockfinster wird, ist es schließlich an der Zeit, einen Blick zum Himmel zu werfen, wo in klaren Tagen das für uns seltsame Nordlicht tanzt. Dieses flammende und bezaubernde Farbenspiel bleibt uns "Südländern" unvergeßlich.
Bevor wir aber ins Träumen kommen, lassen wir uns erst einmal auf einer Motorschlittenfahrt über zugefrorene Flüsse und durch die verschneiten Wälder Lapplands den Nordwind um die Sturzhelme pfeifen. Alles, was wir dazu brauchen, gibt es im Basislager der "Artic Safaris" in Rovaniemi. Dort wird jeder warm verpackt mit Thermo-Anzug, Stiefeln, dicken Fäustlingen und Gesichtsschutz samt Sturzhelm. Auch die Kinder, die in einem am Schneemobil angehängten Schlitten mitfahren dürfen, sehen aus wie Nordpolforscher.


Da wird doch nicht jemand »im Öl« sein?

So ausgerüstet schwingen wir uns auf den Motorschlitten. Die Handhabung der Flitzer ist vom Safari-Führer schnell erklärt. Und schon kann die Fahrt losgehen.
Ein einsamer Fischer hat ein Loch in das Eis des Flusses geschlagen, um einen Lachs zu fangen. Vielleicht hat er bald Glück.

Noch jemand anderem begegnen wir unterwegs: Einem Polizisten auf einem Motorschlitten. Er stoppt uns. Der Safari-Führer zeigt ihm seinen Ausweis. Der Polizist fragt ihn, ob er "Öl" (Alkohol) getrunken hat. Er muß einen Alkotest machen. In Finnland gelten auch für Motorschlittenfahrer 0,0 Promille. Unser Führer ist natürlich nicht "im Öl", auch wir nicht, und so dürfen wir weiterfahren.

Zu unserer Überraschung versperrt uns später eine Rentierherde den Weg. Solange wir auf unseren Snowmobils sitzen, zeigen die Rentiere keinerlei Scheu. Aber sobald jemand absteigt, sind sie dahin. Dann erreichen wir unser Ziel: Wir überqueren den Polarkreis.


Von Santa Claus zum Lagerfeuer der Lappen

Und damit kommen wir zu Santa Claus, der sich dort im Dorf des Weihnachtsmannes von seinen weihnachtlichen Strapazen in einem Blockhaus erholt, wo er das ganze Jahr über große und kleine Gäste begrüßt, die ihn besuchen kommen. In den Läden gibt es viel zu schauen und zu kaufen. Dort kann man auch Postkarten - mit dem Polar-Stempel versehen - aufgeben oder mit einem Huskiegespann fahren.

Auf einer Rentierfarm begegnen wir später Lappen - korrekt heißen sie Samen - in ihrer bunten Tracht. Am offenen Feuer stehen Tee und Kaffee in rußgeschwärzten Kannen bereit. Jeder von uns fährt einmal mit dem Rentierschlitten, dafür gibt es nachher einen Rentier-Führerschein mit Daumenabdruck.

Zurück in Rovaniemi warten schon die finnische Sauna und ein köstliches Abendessen mit Lachs- und Rentierspezialitäten...

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Zu Gast bei den Samen

Dick eingepackt in einen warmen Overall und mit rotem
Schal bin ich hier auf einer Rentierfarm, wo ich von einem
Samen der Sitte nach mit Brot und Salz begrüßt werde.



Rentier-Führerschein

Ich fuhr mit einem Rentiergespann und dann bekam
ich diesen Rentier-Führerschein mit Daumenabdruck.


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Auf einer Insel wird Kaffee gekocht

Im Sommer war ich wieder in Finnland. Wir paddelten mit Kajaks über einen tiefen, dunklen und sehr kalten See. Wie kalt er wirklich ist, konnte ich tatsächlich erst dann feststellen, als ich hineinsprang! Auf einer Insel wurde dann am Ufer Feuer gemacht und herrlich duftender Kaffee gekocht.


Finnland Flagge
Finnlands Flagge


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