DER ABSTURZ DER LAUDA-BOEING IN THAILAND MIT 223 TOTEN AM 26. MAI 1991








Auf Einladung der Thailändischen Regierung war ich im Juli 1991 als Redakteurin einer österreichischen Tageszeitung an der Absturzstelle der Lauda-Boeing im Norden Thailands. Damals war die Absturzursache noch unklar, aber es wurde von den thailändischen Behörden bereits eine fatale Schubumkehr während des Steigflugs vermutet. Die Piloten konnten den Absturz nicht verhindern. Am 26. Mai ist mein Geburtstag. Auch deshalb wird mir dieser Unglückstag stets in Erinnerung bleiben.


Ein fataler Fehler im Bordcomputer

Das ist der schwärzeste Tag in der Geschichte der Lauda-air und der österreichischen Luftfahrt: der 26. Mai 1991. An diesem Tag stürzt eine 10 Jahre alte Boeing 767-300ER, die OE-LAV »Mozart«, kurz nach dem Start von Bangkok nach Wien in Thailand ab. Aufgrund eines Softwarefehlers des Bordcomputers wird 15 Minuten nach dem Start die Schubumkehr des linken Triebwerkes ausgelöst. An Bord des Lauda-air Flugs NG004 von Hongkong nach Wien mit Zwischenlandung in Bangkog sind 213 Passagiere, viele von ihnen Thailand-Urlauber auf dem Heimflug, sowie 10 Crewmitglieder. Der Pilot und der Co-Pilot merken zwar noch, was da passiert, sie können aber nichts tun, um das Unheil abzuwenden. Die Maschine bricht in 7.500 Meter Höhe auseinander. Niemand überlebt das Unglück.

1991: Absturz der Boeing 767-300ER der Lauda-air in Thailand

Das war die Lauda-Boeing 767-300ER, OE-LAV »Mozart«, die am 26. Mai 1991 auf dem Flug von Bangkok nach Wien abstürzte. Alle 213 Passagiere und 10 Crewmitglieder kamen ums Leben. Die meisten Teile des zerschellten Flugzeugs liegen in einem dichten Bambuswald im Norden Thailands. Die Gefühle, die beim Anblick des Wracks in mir aufkommen, lassen sich kaum beschreiben: Beklemmung, Mitleid mit Opfern und Angehörigen, Entsetzen, wenn ich mir die Todesangst der Menschen während des minutenlangen Schrillens des Alarms vorstelle. Und vor allem tiefe Trauer. Das empfinde ich auch jetzt noch oft und ganz unmittelbar, wenn mir Angehörige und Freunde der Toten schreiben, dass sie nach so vielen Jahren immer noch sehr trauern und über ihren Verlust weinen. link


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Namenlose Gräber

Unter den 223 Toten sind 43 noch nicht identifiziert. Was geschieht mit den nicht identifizierten Todesopfern? Für sie wird in Supan Buri nahe der Absturzstelle ein eigener Friedhof mit Gedenkstätte gebaut. Ein Friedhof mit zwar namenlosen Gräbern, aber mit den Namen aller hier zur letzten Ruhe Gebetteten auf einem Gedenkstein.

Lauda Gedenkstätte 
Friedhof Lauda-air 2010: Gedenkstätte in Supan Buri nahe der Absturzstelle der Lauda-Boeing 767-300ER


Arme Dorfbewohner plündern an der Absturzstelle  Pfeil



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