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DER ABSTURZ DER LAUDA-BOEING IN THAILAND MIT 223 TOTEN AM 26. MAI 1991



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Die letzten Habseligkeiten der Toten

In der Polizeistation von Dan Chang liegen viele Gegenstände der Absturzopfer: Uhren, Brillen und goldene Halsketten. Eine davon mit einem Buddha-Anhänger erkennt der Chef der Polizei plötzlich mit sichtbarem Erschrecken als die des ebenfalls beim Absturz des Lauda-Jets ums Leben gekommenen Gouverneurs von Chiang Mai, Pairat Deharin, der das letzte Mitglied der königlichen Lanna-Dynastie war.

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In großen Jutesäcken vor der Polizeistation befinden sich die noch aufgefundenen Habseligkeiten der Toten. Wertgegenstände der Absturzopfer wurden sorgsam in neue Etuis gelegt, um sie Angehörigen übergeben zu können, sobald die Toten identifiziert sind. Vieles bleibt aber verschwunden, so wie die meisten der mehr als 200 Koffer und Reisetaschen. Und es fehlt die komplette wertvolle Schmuckkollektion einer Juwelierin.


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Vor der Polizeistation von Dan Chang lagern Jutesäcke voll mit Bekleidung und anderen eingesammelten Habseligkeiten der toten Passagiere und Besatzungsmitglieder. Auch für die Aufklärung der Absturzursache wichtige Flugzeugteile, von denen der Polizeichef einen herzeigt, werden hier vorläufig aufbewahrt.

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Ein Polizei-Offizier erklärt Trust Reverser Control, die Schubumkehr, die sich bei der Lauda-Boeing während des Steigflugs durch einen Computerfehler auslöst und zum Absturz der Maschine führt. Die Schubumkehr dient bei der Landung zum Abbremsen der Maschine.



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Die Lauda-Road ist ein Segen für die Bevölkerung

Im Eiltempo wird eine Straße gebaut zu der unzugänglichen Absturzstelle, etwa dreißig Kilometer von Dan Chang entfernt. Die Toten mußten ja schnell geborgen und in die Stadt transportiert werden, wo es einige Kühlräume gibt.

Am Beginn dieser Straße hängt eine Hinweistafel aus Holz: »Lauda road«. Es ist nicht nur eine Straße zur Absturzstelle: für die Bewohner am Rande des Bambuswaldes, der mitten in einem Naturschutzgebiet liegt, ist diese neue Straße ein Segen. Die Menschen leben hier meist von Ackerbau (Zuckerrohr, Mais) und pflanzen Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht. Jetzt können sie ihre Ernte auf der neuen Straße bequem ins Tal und auf die Märkte bringen. Bisher gab es keine Straße, nur einen schmalen Trampelpfad.

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Der dichte Bambuswald im Norden Thailands war bis zum Absturz der Lauda-Boeing nicht mit Autos erreichbar. Für die Bergung der Leichen brauchten aber Armee und Polizei unbedingt sofort eine Straße. Diese wurde in allerhöchster Eile gebaut. Sie erhielt den Namen Lauda-Road.


Berührende Worte: Das schreiben Hinterbliebe und Freunde der Toten  nachrechts.gif


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